Wie viel Wasser passt in eine Badewanne – und was kostet ein Bad?
Hersteller nennen das Fassungsvermögen „bis zum Überlauf", aber niemand badet in einer randvollen Wanne. Hier die Zahlen, die bei der Auswahl wirklich helfen – und eine ehrliche Rechnung für ein Bad.
Fassungsvermögen bis zum Überlauf und realer Verbrauch
Grob gerechnet fasst eine Badewanne 140×70 bis zum Überlauf ca. 130–150 l, 160×70 ca. 150–170 l, 170×75 ca. 180–200 l und eine breite 190×90 über 250 l. Ein echtes Bad braucht weniger: Der Körper verdrängt 60–80 l, und die Wanne wird bis etwa 2/3 gefüllt – meist sind es 90–130 l warmes Wasser.
Was kostet ein Bad?
Um 100 l Wasser von 10 auf 38 °C zu erwärmen, braucht es rund 3,3 kWh. Mit einem elektrischen Warmwasserspeicher (bei rund 0,35 €/kWh) kostet ein Bad samt Wasser und Abwasser (rund 4,50 €/m³) etwa 1,60–1,80 €; mit Gas ungefähr die Hälfte. Eine 8-minütige Dusche mit Regenbrause braucht 60–100 l – also oft genauso viel. Der Ruf „Badewanne = Verschwendung" stammt aus Zeiten, in denen man sie randvoll füllte.
Was das für die Auswahl bedeutet
- Die Breite treibt den Verbrauch stärker als die Länge – 170×80 braucht etwa 15–20 l mehr als 170×70
- Eine tiefe, kürzere Wanne bringt volles Eintauchen günstiger als eine lange, flache
- Der Warmwasserspeicher muss mithalten: Für eine 170-cm-Wanne sind mindestens 80–100 l Speicher bequem
Häufige Fragen
Ist Baden teurer als Duschen?
Bei vernünftiger Füllung (2/3 der Höhe) braucht ein Bad 90–130 l – vergleichbar mit einer 8–10-minütigen Dusche mit Regenbrause. Groß wird der Unterschied erst bei einer vollen Wanne 190×90.
Wo finde ich das Fassungsvermögen eines bestimmten Modells?
Auf jeder Produktseite nennen wir Außenmaße und Innentiefe; das Volumen bis zum Überlauf lässt sich grob als 60 % von Länge × Breite × Tiefe abschätzen.